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Fremdsprachenwahl - Vive le Français

Französisch zahlt sich aus
Unsere Zeit läuft über die Kommunikation – Internet, world wide web, vernetztes Denken.

Neben dem Englischen, das unbestreitbar die Fremdsprache Nummer 1 darstellt, ist auch das Französische eine der großen internationalen Sprachen und spielt eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen den Staaten dieser Erde.

In 33 Staaten der Welt ist Französisch Amtssprache oder Verkehrssprache. In der UNO bedienen sich ebenso viele Delegationen der französischen wie der englischen Sprache. In Afrika ist Französisch die wichtigste Zweitsprache.

Im immer näher zusammenrückenden Europa, vor allem in der Europäischen Union, wo es zweite Amtssprache ist, spielt das Französische eine sehr wichtige Rolle. Vier Länder des westlichen Europas (Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz) bedienen sich der französischen Sprache, weltweit wird es von 180 Millionen Menschen gesprochen.

Frankreich ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner Deutschlands: 18% aller deutschen Exporte gehen nach Frankreich, der Handel zwischen Deutschland und Frankreich erreicht einen jährlichen Umfang von 120 Milliarden Euro. Zahlreiche deutsche und französische Firmen arbeiten eng zusammen, im Handels- wie im Rechtswesen, im Banken- und Versicherungswesen und vor allem auf dem Gebiet von Industrie und Technik. 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom wirtschaftlichen Austausch mit Frankreich ab. Viele Vorteile also für alle die, die Französisch sprechen können; Englisch reicht nicht.

Ingeborg Christ, Ministerialrätin i.R. in Düsseldorf und Koordinatorin des Europäischen Jahres des Sprachenlernens 2001, betont, dass die Annahme, Englisch genüge zur internationalen Kommunikation falsch sei, „wer die Chance hat, Sprachen zu lernen, sollte zwei lebendige Sprachen wählen“ (SZ, 13.2. 2001).

Englisch wird in unserem dreigliedrigen Schulsystem in jeder Schulart gelehrt. Inzwischen wird sogar an Realschulen eine zweite moderne Fremdsprache angeboten, in den meisten Fällen ist das Französisch. Darüber hinaus haben viele Realschulen die DELF-Prüfung (Diplôme d’Études en Langue Française) fest in ihren Realschulabschluss integriert. Auch bei uns am naturwissenschaftlich-technologisch und sprachlich ausgerichteten MTG werden diese Prüfungen seit mehreren Jahren mit zahlreicher Teilnahme und großem Erfolg angeboten. Wir bieten Kurse zur Vorbereitung auf diese Prüfungen auf den Niveau-Stufen A1, A2, B1 und seit diesem Jahr auch B2 (höchste Stufe im schulischen Bereich, welche einem jeden Studenten in Frankreich den Einstufungstest erspart) an.

Über das Englische hinausgehende Sprachkenntnisse werden als Zusatzqualifikation beim Eintritt ins Berufsleben immer entscheidender. Wirtschaft und Industrie bevorzugen Bewerberinnen und Bewerber, die zwei moderne Fremdsprachen beherrschen. In 50% der Fälle wird als zweite Fremdsprache Französisch gesucht.

Wer am Gymnasium nur eine einzige moderne Fremdsprache wählt, geht an den Anforderungen des Berufslebens vorbei. Beide Fremdsprachen, die ab der 6. Jahrgangsstufe gewählt werden können, erfordern einen erheblichen Arbeitseinsatz. Warum sollte man sich da nicht gleich für die „kommunikationsfähige“ Sprache entscheiden? Dem Französischen liegt ein hoch grammatikalisiertes System zu Grunde, dessen Aneignung sprachliche Logik und Denkfähigkeit schult.

Bei einer modernen Fremdsprache kommen aber noch die kommunikativen und interkulturellen Kompetenzen hinzu. Sie werden angestrebt über das Training von Hörverstehen, Lesefertigkeit, Schreibfertigkeit und aktiver Teilnahme am Gespräch. Wer Französisch lernt, kann bereits als Schüler/in das vielfältige Begegnungsangebot mit dem Nachbarland wahrnehmen. Sie/er wird neue Motivation für den Spracherwerb erfahren, durch persönliche Begegnungen seinen Horizont erweitern und zur Völkerverständigung beitragen. 4.300 Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Schulen sowie das einzigartige Austauschangebot des Deutsch-Französischen Jugendwerks mit 200.000 Teilnehmern jährlich machen es einfach, unser Partnerland zu entdecken. Außerhalb der Schule existieren zudem 2.200 Städtepartnerschaften und zahlreiche Partnerschaften zwischen Bundesländern und französischen Regionen (Informationen unter www.dfjw.org). Zwischen deutschen und französischen Universitäten existieren 1800 Austauschvereinbarungen, sodass die Vielfalt der deutsch-französischen Studienangebote einzigartig auf der Welt ist.

Frankreich ist ein reizvolles Ferienland. Erst mit guten Sprachkenntnissen kann man die Mentalität eines anderen Landes verstehen, lassen sich seine touristischen und kulturellen Schätze richtig erschließen. Wer Französisch lernt, erwirbt Kenntnisse über die aktuellen Verhältnisse in den französischsprachigen Ländern. Sie/er gewinnt historische Einsichten und bekommt Zugang zur großen französischen Literatur und Philosophie, die das europäische Denken stark mitgeprägt haben.

Französisch ist eine Brücke zu den anderen romanischen Sprachen sowie zur gebildeten deutschen Hochsprache. Französischkenntnisse erleichtern ganz wesentlich das Erlernen von Spanisch, Italienisch und Portugiesisch.

Nina Knüpffer, Fachbetreuerin Französisch


Stand: 28.01.2012

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